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Interview mit Jörg Frei in der LANline

Im Gespräch mit der LANline nimmt Jörg Frei, Inhaber der Connect Com Gruppe, Stellung zur Situation des Breitbandausbaus aus seiner Sicht als Hersteller. LANline: Offensichtlich wirken sich die Anforderungen durch die Pandemie positiv auf die Digitalisierung aus. Deckt sich dies mit Ihrer Einschätzung?
Frei: Der Breitbandausbau, der in der Vergangenheit eher schleppend lief und unterbewertet wurde, steht jetzt hinsichtlich Home-Schooling und Home-Office im Fokus. Beides erfordert Ressourcen, die oft noch nicht zur Verfügung stehen. Dies ist der Grund, warum weiter viel gebaut wird. Auch der 5G-Ausbau erfordert eine Glasfaservernetzung, da die Small Cells eine Vervielfachung der Funkmasten bedingen, um eine Flächenabdeckung zu bekommen.

LANline: Wie stellt sich die Lage für Verkabelungsanbieter dar?
Frei: Vor ein paar Jahren geplante Standorte kommen durch die höher werdende Packungsdichte an ihre Grenzen. High Density lautet in diesem Umfeld das Stichwort. Trotz der immer höheren Packungs- und Portdichte muss komfortables Handling weiterhin gewährleistet sein. Kunden fordern Lösungen, um bereits verkabelte Standorte nicht komplett neu planen und aufbauen zu müssen. Wurde vor einigen Jahren ein PoP, also eine Technikzentrale, mit ursprünglich 1.000 Teilnehmern geplant, steht man heute vor der Herausforderung, auf gleicher Fläche die Infrastruktur für doppelt so viele Teilnehmer unterzubringen. Kundenspezifische Lösungen stehen hier im Vordergrund.

LANline: Wirkt sich dies auch auf die Produkte selbst aus?
Frei: Das ist so. Nicht selten entstehen neue Produkte durch Feedback aus dem Markt. Beispielsweise Glasfaser-Panels mit 96 Fasern auf einer Höheneinheit oder System-Patch-Kabel mit 1,4 mm Durchmesser. Innovative und qualitativ anspruchsvolle Produkte sind gefragt, die das Maximum aus dem geringen Platzangebot herausholen.

Zum ganzen Interview geht es hier.