Sie sind nicht angemeldet

Roman Wigger im Interview

"Es ist nicht nur ein Ortswechsel – es ist ein Bekenntnis für den Standort Schweiz."
Roman Wigger, wie würdest du die Zukunft der Glasfaserindustrie in zwei Wörtern beschreiben?
Spannender Wachstumsmarkt.

Warum?
Früher befanden wir uns in einem Spezialistenmarkt. Heute ist das Umfeld eher kompetitiv, der Preisdruck ist gestiegen. Dennoch bieten sich viele Chancen in der Zukunft, denn immer mehr Gebäude und Maschinen weltweit werden durch Glasfasertechnologie miteinander vernetzt. Diese Entwicklung birgt für uns als Anbieter von Komplettlösungen grosses Potenzial.

Welche 3 Kompetenzen werden in Zukunft für die Player in der Branche zentral sein?
1. Fachkompetenz, weil immer mehr unterschiedliche Anwendungen nachgefragt werden.
2. Innovationsleistung, um den Markt immer wieder mit neuen Services, Dienstleistungen und Produkten zu bedienen.
3. Effizienz und Agilität in den Unternehmensprozessen, um sich immer wieder an neue Ausgangslagen anpassen zu können.

Was gestern funktionierte, ist heute nicht mehr gut genug. Es ist essenziell, kurzfristig auf Ereignisse der Umwelt zu reagieren.

Für alle drei dieser Kompetenzen braucht es vor allem eines: engagierte und motivierte Mitarbeitende. Nur so können diese Kompetenzen ständig weiterentwickelt und nach Aussen transportiert werden.

Wie einschneidend ist die aktuelle Situation mit dem Corona Virus für die Connect Com?
Für uns ist diese Zeit bisher nicht so einschneidend, wie das für Firmen in anderen Branchen der Fall ist. Wir durften sogar einige schöne Erkenntnisse gewinnen. Eine davon ist, dass unsere ganze Prozesskette auch unter den erschwerten Bedingungen funktioniert, vom Hersteller oder Lieferanten bis zum Endkunden.

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zu Kunden und Herstellern hat sich bewährt. Eine funktionierende Organisation hilft in diesem Moment enorm, die Lieferperformance und die Mitarbeitermotivation aufrechtzuerhalten.

Wie unterstützt die Firma ihre Kunden in dieser schwierigen Lage?
Von unserer Seite her konnten wir die geplanten Lieferungen trotz Home-Office und Co. gut einhalten. Dank dem Umstand, dass die Baustellen nicht komplett gestoppt werden mussten, liefen die meisten Bauprojekte unserer Kunden wie geplant weiter. Sollte sich ein Kunde von uns trotzdem in Schwierigkeiten befinden, sind wir offen für Gespräche – ganz im Sinne einer guten Partnerschaft.

Welche wichtigen Projekte stehen für dieses Jahr noch bevor?
Die Kundenprojekte stehen für uns klar im Fokus. Trotzdem haben wir für dieses Jahr noch einen für uns sehr bedeutungsvollen Meilenstein vor uns:

Der Umzug unseres Hauptsitzes in Hünenberg in den Neubau nach Rothenburg wird per Ende Jahr vollzogen. Dies ist das grösste Projekt in der Geschichte der Connect Com. Wir sehen diesem Schritt respektvoll und mit viel Freude entgegen. Es ist nicht nur ein Ortswechsel — es ist ein Bekenntnis für den Standort Schweiz. Von hier aus bedienen wir auch in Zukunft unsere Kunden.

Du arbeitest jetzt seit 22 Jahren für die Firma Connect Com und hast die Unternehmung entscheidend geprägt. Was treibt dich heute immer noch Tag für Tag an, weiterzumachen?
Vor allem die Kundenbeziehungen und mein Team sind mir ans Herz gewachsen. Zudem befinden wir uns in einem lebhaften Markt, der sich ständig weiterentwickelt. Kurz gesagt: Es gibt reichlich zu tun und wir können noch viel erreichen.

Herzlichen Dank Roman für das Gespräch.