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Stolzer Einblaserfolg in Europas höchstgelegenem Tal

Da staunten selbst die routinierten Verleger der EE Energia Engiadina nicht schlecht: Im Hochtal des Kantons Graubünden wurde eine Einblasstrecke erzielt, deren Distanz sich sehen lassen kann. Home-Office in den Bergen dank schneller Glasfaseranschlüsse – noch dazu im idyllischen Engadin, eines der höchstgelegenen bewohnten Täler Europas und mehr als 80 km lang. Eine Vorstellung, die dank dem Gemeinschaftsprojekt der Swissgrid AG, der Engadiner Kraftwerke EKW und der EE Energia Engiadina zukünftig wahr werden soll. Die positiven Eigenschaften der RAUSPEED Mikrokabelrohre aus hochwertigem PE-HD Neumaterial, geprüft mit Innendruckzeitstand, stellten sich spätestens im Sommer 2018 beim Einblasen des Glasfaserkabels unter Beweis: Auf einer kurvenreichen Strecke wurde mit dem Einblasgerät Vetter Minijet bei einem Einblasdruck von 14 bar ein 8,1 mm Glasfaserkabel in das verlegte RAUSPEED 16x2,0 eingeblasen - und erreichte eine Einblaslänge von stolzen 5,23 km ohne Zwischenblasen. Dies übersteigt die durchschnittliche Streckenlänge von 1-2 km im Backbone und 600-800 m im Hausanschluss, für die sich Verleger aus Sicherheitsgründen üblicherweise entscheiden, bei Weitem. Und dem nicht genug - zudem wurde auf der Strecke der Inn unterquert sowie aufgrund von Schächten alle 800 m ein Steckverbinder passiert.

Nachdem Anfang des Jahres 2013 die Weichen für den Ausbau der Hochspannungsleitung durch die Swissgrid AG und die EKW gestellt waren, nutzte die EE Energia Engiadina die Chance, den Gemeinden in Synergie ein günstiges Glasfasernetz zur Verfügung zu stellen. Die für die Stromleitungen ab 2017 hergestellten 50 km langen Gräben wurden zur Mitverlegung eines Schutzrohres DN 92/80 mm genutzt, welches die Grundlage – den „Backbone“ – des Glasfasernetzes im Engadin zwischen Bever, Zernez und Pradella ebnet. Für die Versorgung talauswärts von Pradella bis Martina baute die EE Energia Engiadina eine zusätzliche 25 km lange Leitung in Eigenregie.

Auf einer Gesamt-Streckenlänge von 75 km im Backbone und 40 km im Feeder sowie im Drop (letzter Streckenabschnitt bis zum Haus) wurden mehrere Rohrverbunde (3x16x2,0; 3x14x2,0; 5x14x2,0) und Einzelrohre ins Schutzrohr eingezogen. Beim Teilabschnitt zwischen dem Startpunkt Ftan und dem Endpunkt Gurlaina in der Gemeinde Scuol (Unterengadin) wurde hierbei der RAUSPEED Rohrverbund 3x16x2,0, ein PE-Rohr 32x2,3 sowie ein Erdseil in das zuvor verlegte Schutzrohr eingezogen.

Das gute Einblasergebnis ist nicht nur der Erfahrung der EE Energia Engiadina, dem Einblasgerät und dem Kabel zu verdanken. Auch die technischen Merkmale des Mikrokabelrohres sind hierbei entscheidend für den Erfolg des Einblasens. Die jahrzehntelang erprobte und patentierte REHAU RTR Riefung verspricht besonders gute Einblasergebnisse bei niedrigem Kabelabrieb. Aufgrund des grossen Mindest-Innendurchmessers der RAUSPEED Rohre sowie die auf die engen Toleranzen abgestimmten Formteile (Steckverbinder) garantieren beste Voraussetzungen zum Einblasen. Nicht umsonst werden die Rohre werkseitig streng unter die Lupe genommen: Mit Kugel-, Druck- und Dornprüfungen wird jeder produzierte Meter Rohr auf seine Einblastauglichkeit geprüft. Nicht nur dank der Synergien beim Mitverlegen der Schutzrohre, sondern auch durch die lange Einblasstrecke, konnten so zusätzliche Tiefbaukosten eingespart werden. Neben Einfamilienhäusern wurden so auch Gewerbe, Hotellerie und weitere Verteilerpunkte mit Glasfaser angeschlossen und erhalten nun in Zukunft eine bessere Anbindung zu fairen Preisen – samt einer wundervollen Aussicht.
Connect Com AG

Connect Com AG ist ein Spezialanbieter von Glasfaser-Verkabelungslösungen und -Services in den Bereichen LAN, Data Center, CATV, Telekom und FTTx. Das Schweizer Unternehmen verfügt über kompetente LWL-Techniker und fertigt viele Glasfaserprodukte in der hauseigenen Konfektion. Deshalb kann Connect Com flexibel auf individuelle Kundenwünsche eingehen und höchste Qualität mit kürzesten Lieferfristen garantieren.

www.ccm.ch